Hallo verehrtes Forum,
ich plane meine neue Anlage mit ModellSTW zu steuern.
Die HW besteht aus der Fichtelbahn Zentrale und den Fichtelbahn Railcom Rückmeldern GBM16TS.
Die Weichen werden über ESU Servodecoder gestellt. Damit Railcom funktioniert werden alle Gleise
mit Belegtmeldern versehen. Als Gleissystem verwende ich Roco Line.
Derzeit entsteht der Bahnhof Gräfenstein. Er liegt an einer zweigleisigen Hauptstrecke.
Es herrscht strenger Richtungsverkehr. Je Block sind 2 Rückmelder geplant,
wie in 6.4.5.5 "Block mit 2 Belegtmeldern" beschrieben.
Natürlich treten nun die ersten Fragen bezüglich der Rückmeldung auf.
1. Zwischen dem Einfahrsignal E1 und der Weiche W3 ist ca. 80cm Tunnel (gekennzeichnet mit ???????).
Deshalb steht das E1 vor dem Tunnel, damit der Zug bei Signal Halt nicht halb im Tunnel steht.
Frage: soll für die Strecke ?????? eine eigene Rückmeldung vorgesehen werden
oder kann die Rückmeldung mit der Weiche W3 verbunden sein
oder kann die Rückmeldung mit dem Halteabschnitt von E1 verbunden sein?
Was ist hier die beste Vorgehensweise für ModellSTW?
2. Können Weiche W4 und W6 auf eine Rückmeldung zusammengefasst werden wie in 6.2.33 (im Teil 1) beschrieben
oder ist es besser für ModellSTW jede Weiche einzeln zu melden?
3. Länge der Halteabschnitte und Signalposition
Als Länge für den Halteabschnittrückmelder ist 35cm geplant (1 D-Zug Wagenlänge für den Wendezug)
Das Signal steht dann auf der Strecke auf der Trennstelle zwischen den Blöcken.
Wie sollte ich es im Bahnhof machen wenn die Signale auf gleicher Höhe stehen?
Soll der Schienentrenner an der Weiche oder nach 35cm eingebaut werden?
Was ist hier optimal für ModellSTW?
1. es sind alle 3 Varianten möglich.
a. da die Weiche sonst keine Funktion hat als die Fahrt in die beiden Gleise, können Weiche und Strecke problemlos zusammengefasst werden. Da gegen spricht Rangieren in den Tunnelbereich z.B. für einen Lokwechsel.
b. auch das geht - ergibt einen langen Halteabschnitt, der siehe oben rangieren nicht erlaubt. Er darf nicht in eine Fahrstraße ab E1 eingebunden sein - gehört zum Startblock.
c. besser ist ein eigener Melder - auch für die Zukunft.
2. auch das geht - Nachteil: welche Fahrstraße auch eingestellt ist, beide werden bei Belegung immer ausgeleuchtet.
3. wenn Du Halteabschnitte einrichtest, müssen die so lang sei, dass die Belegung eines Steuerwagens sicher funktioniert - dabei spielt die Dynamik des Zuges auch eine Rolle und wie der Steuerwagen belegt.
Ich empfehle Dir mit cm zu arbeiten das ist flexibler und Du kannst es testen. Und wie hier mehrfach berichtet- es funktioniert und Du sparst einen Melder.
Ja Modellbahn ist heute komplex und macht Spaß.
Gruß Ulli
Beiträge: 63 Ort: Zwischen Harz und Heide Eingetreten: 13.07.20 Status: Offline
Eingetragen am 12.04.2026 14:36
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pasc schrieb:
Die Weichen werden über ESU Servodecoder gestellt.
Hallo Paul,
warum nicht auch mit BiDiB-Modulen?
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Derzeit entsteht der Bahnhof Gräfenstein. Er liegt an einer zweigleisigen Hauptstrecke.
Es herrscht strenger Richtungsverkehr. Je Block sind 2 Rückmelder geplant, wie in 6.4.5.5 "Block mit 2 Belegtmeldern" beschrieben.
Natürlich treten nun die ersten Fragen bezüglich der Rückmeldung auf.
Bescheid, dann schauen wir doch mal, wie es das Vorbild machen würde. Da kann man sich doch einiges abschauen ...
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1. Zwischen dem Einfahrsignal E1 und der Weiche W3 ist ca. 80cm Tunnel (gekennzeichnet mit ???????).
Deshalb steht das E1 vor dem Tunnel, damit der Zug bei Signal Halt nicht halb im Tunnel steht.
Frage: soll für die Strecke ?????? eine eigene Rückmeldung vorgesehen werden oder kann die Rückmeldung mit der Weiche W3 verbunden sein oder kann die Rückmeldung mit dem Halteabschnitt von E1 verbunden sein?
Ich würde da (wie beim Vorbild) einen eigenen Gleisfreimeldeabschnitt vorsehen. Normalerweise würde vor der Spitze der Weiche 3 ein Schotterzwerg stehen, damit man ggf. eine Lok umsetzen kann (per Rangierfahrstraße).
Also nicht mit der Weiche 3 zuschlagen und auch nicht dem Halteabschnitt von E1.
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2. Können Weiche W4 und W6 auf eine Rückmeldung zusammengefasst werden wie in 6.2.33 (im Teil 1) beschrieben
oder ist es besser für ModellSTW jede Weiche einzeln zu melden?
Wenn W4 und W6 direkt beieinander liegen spricht betrieblich nichts dagegen. Würde beim Vorbild auch so sein ...
Allerdings wäre mein Tipp, wenn Du ohnehin schon am basteln bist, verkabelst usw. den Abschnitt zumindest mit den Trennabschnitten vorsehen und erstmal Weiche 4 zuschlagen, damit er später mal ggf. doch noch logisch vorgesehen werden kann.
Mir würden da betrieblich noch Wendeabschnitte zum Lokumsetzen für die beiden Ausfahrten nach W6 in beide Streckengleise fehlen ...
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3. Länge der Halteabschnitte und Signalposition
Als Länge für den Halteabschnittrückmelder ist 35cm geplant (1 D-Zug Wagenlänge für den Wendezug)
Das Signal steht dann auf der Strecke auf der Trennstelle zwischen den Blöcken.
Wie sollte ich es im Bahnhof machen wenn die Signale auf gleicher Höhe stehen?
Beim Vorbild sind die Isolierstöße/Achszählpunkte wenige Meter hinter einem Signal für die Modellbahn quasi in Höhe des Signals. Im Bahnhof bei den Weichen möglichst so, dass die Weiche profilfrei befahren werden kann.
Bedeutet hier bei Dir quasi aus den Weichengegenbögen raus.
Hallo Ulli und Jan,
vielen Dank für eure Antworten und das Beseitigen der offenen Fragen.
zu 1. wie von euch vorgeschlagen wird ein eigener Gleisfreimeldeabschnitt installiert.
zu 2. W4 und W6 werden einzeln gemeldet. Die Fahrstraßenausleuchtung hatte noch gar nicht auf dem Schirm.
zu 3. wie von Jan vorgeschlagen werde ich die Trennstelle so legen, dass Weiche profilfrei befahren werden kann. Den Hinweis von Ulli, nur mit einem Melder zu arbeiten werde ich auf jeden Fall testen. Das ist finanziell auf jeden Fall interessant und erhöht die Flexibilität vor allem im Schattenbahnhof. Mal sehen wie es dem Angsthasen in mir damit ergeht.
zu ESU Servo Decoder: Ich besitze eine Intellibox 1 und habe bei meinen Test mit den Servo-Antrieben die ESU Decoder verwendet. Für die aktuelle Anlage wollte ich ursprünglich eine Z21 einsetzen und habe die ESU Decodern gekauft. Das BiDiB Konzept fand ich schon immer sehr innovativ und als Fichtelbahn die Lan-Zentrale herausgebracht hat habe ich mich dafür entschieden.