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StromSniffer 3A
CAN-digital-Bahn


StromSniffer 3A





Inhalt:

Modulbeschreibung

Modulbeschreibung:


Der StromSniffer 3A ist ein Belegtmelder für acht Gleisabschnitte, der mittels Stromüberwachung arbeitet und im Zweileiter-Betrieb an einer MCAN-Anlage, also mit der Zentrale von Märklin, wie der Central Station 2/3 oder an einer Gleisbox mit Mobilstation und CC-Schnitte eingesetzt werden kann. Die Konfiguration erfolgt über DIP-Schalter und/oder per PC.

Oder man geht den Weg ohne eine Zentrale und spielt die Informationen des MCAN direkt mit der CC-Schnitte in ein Steuerungsprogramm ein.

Das Modul verfügt über einen zusätzlichen FreezEingang, der die Übertragung der Meldungen unterbricht, wenn die Boosterspannung ausfällt. Da das Modul aus dem Bussystem mit Energie versorgt wird, ist es immer betriebsbereit und von der Gleisspannung völlig unabhängig.

Das Modul erkennt den Stromfluss eines Verbrauchers in einem Gleisabschnitt als Belegtmeldung, dabei können Widerstände ab etwa 22k Ohm erkannt werden, der genaue Wert ist aber auch von der Höhe der Gleisspannung abhängig. Ein Einstellen dieser Empfindlichkeit ist in dem Modul nicht möglich. Einige andere Einstellungen können mit dem Service Tool vorgenommen werden. Das Tool kann die Einstellungen des StromSniffers sowohl lesen als auch die Änderungen in das Modul über den CAN-Bus schreiben.

Auslesen eines aktuellen StromSniffers 3A.


Für den Komfort vor Ort hat das Modul 10 LEDs. Die acht LEDs links neben dem Codierschalter auf dem Modul zeigen den aktuellen Status der Anschlüsse an. Die zwei LEDs rechts davon sind Statusanzeigen, die auch Fehlermeldungen visualisieren können.

Natürlich ist auch ein Mischen der StromSniffer am System-Bus mit allen anderen Modulen des CAN-digital-Bahn-Projektes möglich. Die Folge der Module ist dabei beliebig.


Wichtig: Die verwendeten Dioden können mit bis zu 3 Ampere belastet werden.


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Anschluss:


Die Betriebsspannungsversorgung für die StromSniffer erfolgt aus dem Netzwerkkabel. Für diese Spannung muss ein StartPunkt im Systemaufbau integriert werden. Dabei ist zu beachten, dass die Betriebsspannung am StartPunkt maximal 12V DC beträgt. Jede höhere Spannung wird den StromSniffer zerstören.


Gleisabschnitte erfassen:

Anschlussbeispiel für das Erfassen von Gleisabschnitten für den 2-Leiterbetrieb


An jedem StromSniffer muss auch ein Mal die Gleisspannung des Boosters/Zentrale angeschlossen werden, der die zu meldenden Gleisabschnitte der Anlage mit der Fahrspannung versorgt. Dazu sind die zwei Anschlüsse auf der linken Seite vorgesehen. Da die Eingänge des StromSniffers galvanisch zum Systembus getrennt sind, kann ohne Probleme jeder StromSniffer einem anderen Stromkreis/Booster zugeordnet werden.


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Adressenverwaltung:


Der Codierschalter:

Die Adresse 0 ist für die Verwaltung der Module per PC reserviert.


Das Adressieren der StromSniffer per Codierschalter beginnt, wie beim normalen Zählen, mit der Zahl 1, was, wie aus der Tabelle ersichtlich ist, der Einstellung Schalter 1 auf ON entspricht.

Steht die Adresse auf 1, so werden die acht Eingänge als Rückmeldungen mit den Adressen 1 bis 8 übertragen.

Die gesamte weitere Codierung erfolgt in der BCD-Zählweise.

Selbstverständlich können Sprünge bei der Vergabe der Adresse sowohl mit dem Schalter als auch mit dem Tool gemacht werden, so dass man die Anlage in unterschiedliche Zahlenbereiche aufteilen kann.

Um die seit Jahren gängige 8-stellige Aufteilung von Rückmeldern nicht zu stören, unterliegt die mögliche Rückmeldung des FreezStatus nicht dieser Codierung! Die Adresse für diese Meldung kann über das Service Tool frei vergeben werden

DIP-Schalter
Meldungen
1 2 3 4 5 6 7
Reserviert für

PC konfiguration

0 0 0 0 0 0 0
Modul 01
1 - 8
1 0 0 0 0 0 0
Modul 02
9 - 16
0 1 0 0 0 0 0
Modul 03
17 - 24
1 1 0 0 0 0 0
Modul 04
25 - 32
0 0 1 0 0 0 0
Modul 05
33 - 40
1 0 1 0 0 0 0
Modul 06
41 - 48
0 1 1 0 0 0 0
Modul 07
49 - 56
1 1 1 0 0 0 0
Modul 08
57 - 64
0 0 0 1 0 0 0
Modul 09
65 - 72
1 0 0 1 0 0 0
Modul 10
73 - 80
0 1 0 1 0 0 0
Modul 11
81 - 88
1 1 0 1 0 0 0
Modul 12
89 - 96
0 0 1 1 0 0 0
Modul 13
97 - 104
1 0 1 1 0 0 0
Modul 14
105 - 112
0 1 1 1 0 0 0
Modul 15
113 - 120
1 1 1 1 0 0 0
Modul 16
121 - 128
0 0 0 0 1 0 0
Modul 17
129 - 136
1 0 0 0 1 0 0
Modul 18
137 - 144
0 1 0 0 1 0 0
Modul 19
145 - 152
1 1 0 0 1 0 0
...


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Die Freez-Meldung:


Durch die große Freiheit des CAN-Systems ist es möglich, auch die Freez-Meldung als zusätzliche Rückmeldung über den Status des für dieses Modul verwendeten Boosters/Zentrale anzubieten. So erhält man ganz nebenbei eine weitere interessante Information über den Betriebszustand seiner Anlage, ohne eine zusätzlichen Verdrahtungsaufwand.

Da jede Rückmeldung im Bus neben ihrem Zustand auch die Adresse beinhaltet, kann man innerhalb eines Moduls bereits Rückmeldungen unter den verschiedensten Adressen erzeugen. Es müssen dabei keine Zwänge von 8- oder 16-Bit eingehalten werden, wie es in anderen Systemen erforderlich ist. So ist es recht einfach möglich, ein Modul mit einer beliebigen Anzahl von Rückmeldern arbeiten zu lassen.

Die Aktivierung der Freez-Funktion und die dazu nötigen Einstellungen können über das verfügbare Service Tool zum StromSniffer getätigt werden.


Hier wurde für das Modul 7 die Aresse 107 als RMK eingetragen und man sieht, dass der Booster abgeschaltet ist.


LEDs:


Die acht LEDs links neben dem Codierschalter auf dem Modul zeigen im normalen Betrieb den aktuellen Status der Anschlüsse an.

Die Status-LEDs auf der rechten Seite des Moduls leuchten nach dem Einschalten der Betriebsspannung konstant, wenn beim Einschalten keine Fehler aufgetreten sind.


Die grüne LED: (Ab Firmware 6.0)

Sie signalisiert den Zustand der Betriebsspannung. Solange sie konstant leuchtet, ist alles Ok. Sinkt die Betriebsspannung zum Beispiel aufgrund von sehr vielen Steckverbindungen unter 9 Volt am Modul ab, fängt die LED an, schnell im 250-ms-Takt zu blinken und zeigt damit an, dass die Betriebsspannung für insgesamt mehr als 1 Sekunde abgesunken war. Das Modul läuft zwar weiter, es kann aber zu fehlerhhaften Meldungen kommen. Die Betriebsspannung auf dem Bus sinkt vor allem bei großen Aufbauten gerne einmal ab. Abhilfe schafft hier eine zusätzliche Einspeisung. Dies kann über einen weiteren StartPunkt realisiert werden.

Fängt die LED an, langsam im Sekunden-Takt zu blinken, zeigt sie damit an, dass die Betriebsspannung über 16 Volt liegt und das Modul zerstört werden kann. Das Modul stellt in diesem Fall den Betrieb ein und blinkt nur noch.

Beide Fehlermeldung können nur durch ein Abschalten der Betriebsspannung quittiert werden. Zusätzlich werden sie dauerhaft im Speicher des Moduls eingetragen und können auch nachträglich noch mit dem Service-Tool ausgelesen werden.


Die gelbe LED: (Ab Firmware 5.0)

Im Verlauf des normalen Betriebs verändert sie mit jeder gesendeten Meldung den Zustand, d.h. sie erlischt nach dem Senden der ersten Meldung und leuchtet erst dann wieder nach dem Senden einer zweiten Meldung usw. usf. - Das bedeutet, sie blinkt auch im Takt des Senden, wenn die Simulationsdaten erzeugt werden.


Beide LEDs blinken abwechselnd: (Ab Firmware 6.0)

Beim Start wurde kein betriebsbereiter CAN-Bus gefunden. Somit können natürlich auch keine Daten über den CAN-Bus gesendet werden.

Diese Meldung tritt zum Beispiel auf, wenn nur eine Betriebsspannung an dem StartPunkt angeschlossen wurde und es keine Verbindung zur Zentrale oder zu einer CC-Schnitte gibt.


Die Anschluss-LEDs blinken: (Ab Firmware 6.0)

Blinken die acht Anschluss-LEDs in zwei Vierer-Gruppen hin und her, dann ist dies das Zeichen, dass an dem Modul bis jetzt noch keine Adresse eingestellt wurde. Der DIP-Schalter steht noch auf 0.


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Simulationsbetrieb:

Um schnell einmal einen Funktionstest mit dem StromSniffer zu machen, benötigt man keinen Aufbau mit Anschlüssen zu den Gleisen. Es reicht völlig aus, das Modul einfach nur an den Bus zu stecken! Voilà: schon kann der StromSniffer getestet werden.

Hierfür gibt es den Simulationsbetrieb, der über den DIP-Schalter 8 gesteuert wird. Setzt man diesen auf 1, wird ein Lauflicht über die 8 Rückmeldeadressen, die sich aus der eingestellten Modul-Nummer ergeben, gesendet. Gleichzeitig sieht man das Laufen der Daten an den 8 LEDs oberhalb der Gleisanschlüsse, die die Simulation ebenfallls anzeigen. Ob die Gleisspannung dabei eingeschaltet ist oder nicht, wird bei der Erzeugung der Simulationsdaten nicht beachtet. In dem Service Tool sieht das dann wie folgt aus:


So sieht die Darstellung der Simulation im Layout einer Central Station 2 aus.


Natürlich kann man diese Funktion auch mit dem Service-Tool einschalten und auch Windigipet unterstützt diese Testfunktion seit der Version 2018 mit dem dort zur Verfügung stehenden Verbindungstest bei allen MCAN-Zentralen (CC-Schnitte / CS).


Über einen Klick auf die Zentrale kommt man zum CAN-digital-Bahn-Modultest in Windigipet


Gleiches gilt natürlich auch für die Leuchtdioden, die an einem GleisMonitor angeschlossen sind, der auf die gleichen Adressen, wie der sendende StromSniffer eingestellt ist. Dabei ist es natürlich völlig egal, an welcher Stelle man diesen GleisMonitor an den System-Bus steckt.


Aber bitte nach dem Test nicht vergessen, diese Funktion wieder abzuschalten. Der Simulationsbetrieb sollte auch erst nach dem Start der Zentrale aktiviert werden.


Service Tool:


Das Tool ist getestet unter Windows 7 und 10 und erfordert mindestens NET 4.5. Es sollte aber auch mit allen dazwischen liegenden Versionen verwendet werden können. Als Hardwarevoraussetzung ist eine CC-Schnitte 2.1 oder ein CANerlesen erforderlich. Das aktuelle Tool eignet sich nicht nur für die neueste Generation der Module, es unterstützt auch die Pflege aller alten StromSniffer seit der ersten Version. Allerdings werden, soweit möglich, dann bei den älteren Firmware-Versionen die neuesten Einstellmöglichkeiten deaktiviert dargestellt, da diese durch die Module nicht unterstützt werden.

Der in den folgenden Bildern gezeigte Funktionsumfang steht aber der Firmware 5.x (Nov. 2017) zur Verfügung.

Nach dem Starten des Tools wählt man als erstes die gewünschte Modulart aus. Für das Auslesen eines StromSniffers klickt man dazu einmal auf das Logo. Dadurch wird die Auswahl des COM-Port freigegeben. Hatte man vergessen, das Interface vorher an den PC zu stecken, kann man die Auswahl der gefundenen Ports mit "reload" aktualisieren. In dem Feld muss dann nur noch der richtige Anschluss des Interfaces gewählt werden und schon erscheint das erste gefundende Modul in der Ansicht. Ein "scan" auf dem Buss muss nicht gesondert ausgelöst werden. Dies ist nur erforderlich, wenn man nach dem Start weitere Module an den Bus steckt.

Wählt man versehentlich einen falschen COM-Port, passiert danach dann einfach überhaupt nichts. Ist der COM-Port noch von der Steuerungssoftware belegt, erscheint eine Meldung, die einen darauf aufmerksam macht, dass immer nur ein Programm zur Zeit auf einen COM-Anschluss zugreifen kann.



Diese Fehlermeldung kann man einfach per "OK" wegklicken und das Tool geöffnet lassen. Als nächstes gibt man den Anschluss im Steuerungsprogramm frei, wozu nicht unbedingt das Programm beendet werden muss. (Wie das geht, findet man im Handbuch des Steuerungsprogramms.) Hat man den Anschluss freigegeben, reicht es im Tool aus, auf "verbinden" zu klicken.

Hat man alles richtig gemacht und der Port ist wirklich frei, wird der Anschluss nun durch das Tool genutzt und es wird nach StromSniffern im Bus gesucht. Das erste Modul, das sich dann meldet, wird sofort angezeigt. Dies muss nicht unbedingt das Modul mit der Nummer eins sein. An der grünen Hinterlegung des COM-Ports kann man erkennen, dass das Tool aktiv auf die gewählte Schnittstelle zugreift. Durch ein Klick auf "trennen" wird der Anschluss wieder freigegeben, was durch einen nun roten Hintergrund angezeigt wird. So ist es möglich, wenn man etwas ausprobieren möchte, mal eben zwischen zwei Programmen hin und her zu schalten, ohne das Programm zu beenden.


Die Sortierung der Module ist etwas gewöhnungsbedürftig, aber so macht es Windows eben.


Hat man ein paar mehr Module am Bus oder verwendet auch größere Adressen, kann die Sortierung in der Modulauswahl-Liste etwas verwirren, das ist allerdings "Windows-like", es wird leider nur nach der ersten Zahl sortiert und so stehen die Module 2 und 7 hinter der 12.

Anschlussschema:

Mit einem "Klick" auf Anschlussschema kann man sich noch einmal das Bild anzeigen lassen, wie die Gleise angeschlossen werden sollen.

Auswahl der Modulart:

Mit der Auswahl der Modulart kann man, wie auch mit einem einfachen Klick auf die Logos, zwischen dem Betrieb mit GleisReportern oder StromSniffern umschalten. In welcher Betriebsart man ist, sieht man am Text oder an dem gezeigten Modulbild. Die Bedienung des Tools unterscheidet sich nicht von der Betriebsart.

Verbindungstest:

Mit einem Klick auf das Feld vor dem "Verbindungstest" kann man ein Senden von simulierten Belegtmeldungen im Modul auslösen. Diese Meldungen sind völlig unabhängig von den Zuständen an den Eingängen. Diese simulierten Meldungen kann man als Funktionstest nutzen oder um sich an anderer Stelle im System korrespondierende Meldungen anzeigen zu lassen, ohne echte Ereignisse an den Eingängen zu benötigen. Beachten muss man dabei jedoch, dass aktuelle Meldungen nur bedingt angezeigt werden und erst nach dem Beenden des Tests der aktuelle Eingangsstatus erneut einmal übertragen wird, wenn der FreezEingang eingeschaltet ist, also dort eine Gleisspannung anliegt.


Aktiviert man den Verbindungstest, sendet das gewählte Modul simulierte Belegtmeldungen, die ein Lauflicht erzeugen.

Verzögerungszeiten:

Im unteren Bereich des Tools können die Verzögerungszeiten der Eingänge unabhängig für jeden Eingang programmiert werden.

Die Einschaltverzögerung ist so zu verstehen, dass dies die Zeit ist, die der Eingang mindestens belegt sein muss, ehe die Meldung gesendet wird.

Die Ausschaltzeit ist entsprechend zu verstehen, dies ist die Zeit, die der Eingang mindestens frei, also 0, sein muss, ehe die Meldung gesendet wird. Diese Zeit kann man zum Beipiel wie bei einem Treppenhaus als "Nachlaufzeit" benutzen. So dass man aus kleinen kurzem Impulsen längere machen kann. Dies kann man zum Beispiel beim Überfahren von Weichenstraßen gebrauchen.

Der hier eingegebene Wert entspricht einer Zeit in ms. Der kleinste mögliche Wert dabei ist 1ms und der größte Wert sind 6000ms, was 6 Sekunden entspricht. Die Eingabe kann man sowohl mit der Maus als auch einfach mit der Tastatur per Klick in den Feldern vornehmen.

Am Ende der Änderungenseingaben muss man diese dann einmal mit einem Klick auf "schreiben " noch in das Modul übertragen. Dort werden sie dann dauerhaft gespeichert.

Modul RESET:

Möchte man die "Default-Werte" des Moduls zurückladen, reicht es aus, einmal auf das "Modul RESET" zu klicken. Das bewirkt, dass das Modul neu startet und die ursprünglichen Einstellungen wie beim Auslieferungszustand lädt. Durch ein erneutes Aufrufen des Moduls werden dann auch die zurückgesetzten Werte im Tool angezeigt.

Freez-Meldung:

Zur Aktivierung dieser Funktion muss lediglich der Haken bei "EIN" gesetzt werden. Ein "schreiben" dieser Auswahl ist nicht erforderlich, dies wird bereits durch das Klicken auf den Haken ausgeführt. Die Idee hinter dieser Funktion ist, dass man so ohne weiteren Aufwand auch gleich die Booster der Anlage überwachen kann, denn viele nutzen noch Booster, die keine eigenen Statusmeldung an ein Steuerungsprogramm übermitteln können, die man dadurch nun erhält.

Die Adresse, unter der diese Meldung im Bus zum Beispiel zum PC übertargen werden soll, kann man völlig frei wählen. So kann man zum Beispiel alle diese Meldungen von mehreren StromSniffern wieder zu einem Achter-Block zusammenfassen. Eine Änderung des RMKs muss aber mit einem Klick auf "schreiben" bestätigt werden. Erst dann wird die Änderung in das Modul übertragen und dort dauerhaft gespeichert.

So kann man anhand dieser Meldung zum Beispiel eine Betriebsstörung im Bereich des betroffenen StromSniffers erkennen, wenn ein Unfall dazu geführt hat, dass der Booster oder eine Sicherung den Bereich abgeschaltet hat und somit keine Gleisspannung mehr für den Betrieb der Züge oder vielleicht auch der Magnetartikel vorhanden ist.

Gerätekennung:

Auch diese Funktion aktiviert man durch die Auswahl des Hakens. Die Eingabe muss aber mit einem "schreiben" bestätigt werden.

Die Gerätekennung ist etwas für größere Anlagen oder sehr komplexe Aufbauten, wo man mit dem "normalen" Adressraum nicht mehr aus kommt. Durch Aktivieren dieser Kennung wird es möglich, theoretisch bis zu 255 x 127 StromSniffer in einem Aufbau zu verwalten, was so grob 260000 Rückmeldern entspricht. Aber auch bei deutlich weniger Rückmeldern kann diese Funktion sehr hilfreich sein. So kann man auf diese Weise sehr einfach die s88-Rückmeldungen einer Central Station von den Rückmeldungen aller CAN-digital-Bahn-Module unterscheiden. Die s88-Rückmeldungen laufen immer unter der Gerätekennung 0 über den Bus. Stellt man nun in allen Sniffern eine Gerätekennung 1 ein, dann hat man im gleichen Bus ein zweites virtuelles System mit der Kennung 1 erstellt, das ebenfalls 127 StromSniffer verwalten kann. Jede Gerätekennung stellt dabei ein virtuelles System in dem gleichen CAN-Bus dar. Ein Vergleich mit dem täglichen Leben wäre, wie ein Straßenname zur Hausnummer. Es gibt in vielen Straßen die Hausnummer 1, aber sie unterscheiden sich durch den Straßennamen... Ja, auch im CAN-System kann man es noch einmal weiter treiben und davor noch einen Ortsnamen setzen. Was dann bedeuten würde, dass es 255x diese Straße/Gerätekennung geben darf! Was so über den Daumen dann etwa 66 Milionen Anschlüssen entsprechen würde. Dies soll nur einmal die rein theoretischen Möglichkeiten dieses gigantischen Adressraums aufzeigen, den man aber auch bei kleinen Mengen sehr sinnvoll nutzen kann.

Als Beispiel sei hier eine Club-Modulanlage genannten. Hier kann jedes Clubmitglied auf diese Weise seine Gerätekennung für die Rückmelder bekommen und wie alle anderen auch seinen Aufbau von 1 bis x durchnummerieren. Baut man nun gemeinsam eine große Ausstellungsanlage auf, kann man den CAN-Bus einfach zusammenstecken und dennoch kann ein Steuerungsprogramm alle Meldungen eindeutig unterscheiden auch, wenn sie alle die gleichen Hausnummern haben. Es sind somit für gemeinsame Spieltage nie Änderungen an dem System durchzuführen und auch der elektrische Aufbau der Modellbahn ist ohne Bedeutung. Es gibt keine zu beachtende Reihenfolge der Melder, wie sie andere Systeme zwingend erfordern und vor allem die Maximal-Grenze der Melderanzahl liegt deutlich über allen anderen Rückmeldesystemen.

Eine noch sehr viel einfachere Anwendung ist das Unterteilen der Heimanlage in Bereiche über die Gerätekennung. So gibt es 1 bis x Module im Schattenbahnhof auf der Strecke und eine dritte Gruppe im Bahnhof zum Beispiel.

Sicher gibt es noch viele andere Anwendungsbeispiele für diese etwas ungewöhliche Zusatzfunktion.

Das Tool ist kostenlos und kann in dem Downloadbereich der Homepage herunter geladen werden.

Zum Schluss sei noch erwähnt: ein Firmware-Update der StromSniffer ist zur Zeit grundsätzlich nicht möglich, da sich auch die Platine an entscheidenden Stellen mit geändert hat.

Ab der Firmware Version 6 ist auf der Platine eine weitere LED für eine bessere Fehleranzeige hinzugekommen.


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Betrieb mit einer Central Station:


Wichtig: Ein Betrieb mit der ECoS von ESU oder der Central Staion 1 ist mit dieser Version des StromSniffers nicht möglich!


Die CS2 (ab Softwareversion 2.0) unterstützt maximal 1024 Rückmeldeeingänge an der Master-CS2, unter der die Kontakte aller StromSniffer angelegt werden müssen. Dies entspricht bis zu 128 StromSniffer.

Ein Mischen mit bereits vorhandenen s88-Rückmeldemodulen ist ebenfalls möglich, es muss dabei nur beachtet werden, dass der erste StromSniffer immer eine höhere Adresse als das letzte s88-Modul erhält.

Wichtig: Mit der Central Station 2 kann es je nach Einstellung und Hardware-Version des Geräts zu kleinen Problemen im Betrieb kommen.


Abhängig von der Hardwareversion der Central Station 2 muss man gegebenenfalls bei Nicht-Benutzung des s88-Eingangs auf der Unterseite der CS2 einen Abschlusswiderstand aufstecken, da sonst die offenen Anschlüsse zu falschen Meldungen führen können.

Dazu reicht es aus, einen 10k-Ohm-Widerstand zwischen die Pins 1 und 2 zu schalten. Dies kann man am leichtesten erreichen, indem man einen kleinen SMD-Widerstand der Baugröße 0805 zwischen zwei Pins einer Buchsenleiste lötet. Diese kann man dann leicht auf die Kontakte stecken.

Ein alternativer Lösungweg ist die Verwendung von einer Subadresse in den StromSniffern. Weitere Infos dazu findet man beim Service Tool, mit dem man diese Funktion einstellen kann.


Tipps zur Fehlersuche:


Wenn einmal das Modul nicht so arbeitet, wie man es erwartet, sollte als erstes einmal auf die LEDs geschaut werden, ob diese nicht eine Störung anzeigen. Bleiben die LEDs bereits beim Einschalten dunkel, fehlt vermutlich die Betriebsspannung. Dieses sollte also zuerst geprüft werden. Am einfachsten steckt man dazu ein weiteres Modul, das über eine LED verfügt, hinter das betroffene Modul und schaut, ob dort die LED leuchtet oder ein Fehler angezeigt wird. Natürlich sollte man auch auf die Module davor schauen, um zu ermitteln, wo die Spannung vielleicht verloren geht.

Ist bis hier hin noch alles in Ordnung und die LEDs leuchten nach dem Einschalten konstant wie sie sollen, kann man sehr schnell die weitere Fehlersuche in zwei ganz einfache Bereiche aufteilen. Zum einen auf den Bus und einmal auf die Anschluss-Seite des Moduls. Um zu sehen, auf welcher Seite der Fehler denn nun liegt, schaltet man einfach einmal die Simulation über den DIP-Schalter 8 ein. Blinkt nun die gelbe LED am Modul im Takt und an den Anschlüssen sieht man ein Lauflicht, kann man sicher sein, dass der CAN lebt und das Modul im angezeigten Takt Meldungen in den Bus stellt. Kommen diese jedoch im PC nicht an, sollte man das Interface und die Einstellungen im PC überprüfen.

Passiert hier nichts, kann der CAN-Bus gestört sein, dann sollte man schauen, ob andere Module noch arbeiten. Tun diese es noch, liegt vermutlich ein Fehler im Modul vor oder der Stecker/ Kabel zum Modul sind defekt. Nicht selten waren schon neue Netzwerkkabel fehlerhaft, deswegen als erstes einfach einmal das Kabel austauschen.

Kommen die simulierten Meldungen im PC oder an dem gewünschten zweiten Modul an, kann man sicher sein, dass der Fehler an den Anschlüssen liegt. Hier kann die Gleisspannung fehlen oder auch schlicht nur mal ein Kabel am Anschluss gebrochen sein. Da hilft meist schon ein einfaches Multimeter, den Fehler zu finden. Oder vielleicht auch einmal die Kabel am Freez-Anschluss drehen.

Dank der Simulationsfunktion kann man ohne Messtechnik sehr schnell entscheiden, auf welcher Seite man den Fehler suchen muss, was einem sicher das Leben erleichtert.


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Technische Daten:


Busseite:
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Betriebsspannung am Bussystem 9 bis 12 Volt DC
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Stromaufnahme bei 12 Volt
ca. 25 mA
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Digitalsystem / CAN-Protokoll MM - DCC - mfx / MCAN-Bus
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Anlagenseite:
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Belegtmeldungen 8 x Stromerkennung
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Betriebsspannung am Eingang max. 30 Volt DC
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max. Strom am Eingang 3A
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Abmessungen Gehäuse L x B x H 100 mm x 90 mm x 35 mm
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Software Versionen:
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aktueller Stand

Version 6.3

Anpassung an die neue Platine

Juni 2020
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Technische Änderungen und Irrtum vorbehalten.

© letzte Änderung Juni 2020 by CAN-digital-Bahn

Copyright 2010 by Sven "DJeaY" Schapmann