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RelaisChef 4x 2-um
CAN-digital-Bahn


Der RelaisChef 4x2-um


Inhalt:


Allgemeines:

Der RelaisChef 4x2-um ist zum Ein- und Ausschalten von Verbrauchern an einer beliebigen Spannung (AC oder DC) wie mit einem ganz gewöhnlichen Schalter gedacht oder aber auch zum Umschalten der Drehrichtung bei Gleichstrommotoren zu gebrauchen.

Von der Grundidee her ist der RelaisChef vergleichbar mit dem alten Märklin Decoder des Typs k84, denn er speichert die letzte Schaltstellung mechanisch im Relais. Im Detail unterscheidet er sich aber dennoch von diesen Decodern durch eine zusätzlichen Funktionen.


Eine nicht alltägliche Funktion stellt dabei die Automatikfunktion dar. Hier können auch Schaltaktionen mit Rückmelde-Events verknüpft werden, so dass einfache automatische Abläufe auch ohne PC möglich sind und Gleise in einem Schattenbahof zum Beispiel stromlos geschaltet werden. Die Programmierung erfolgt dabei über das gleiche Tool wie bei den WeichenChefs Magnet. Allerdings ist nicht jede Funktion im Zusammenspiel mit den Relais sinnvol einsetztbar und steht deswegen nicht zur Verfügung.

Anschluss:

Der Daten-Anschluss des RelaisChefs erfolgt über normales Netzwerkkabel. Auf welcher Seite ein Kabel angesteckt wird, ist dabei egal, es gibt kein vorn oder hinten. Es besteht aber eine galvanische Trennung zwischen dem System-Bus und den Relais, so können Kurzschlüsse oder andere elektrische Fehler nicht über die Busverbindung weiter zu anderen Modulen gelangen und diese beschädigen.

Der RelaisChef benötigt neben dem Anschluss an den Systembus keine weitere Betriebsspannung.


Hier ein Beispiel:

Die acht Anschlüsse des RelaisChefs sind 4x2-Umschalter. Der mittlere Anschluss einer Dreiergruppe wird dabei entweder auf die rechte oder die linke Seite der Anschlussklemme umgeschaltet. Es sind sogenannte Wechsler, hiermit lassen sich die unterschiedlichsten Dinge, wie z.B. eine Schiebebühne oder andere Motore schalten und auch in der Drehrichtung ändern. Alle vier Relais sind völlig voneinander getrennt und können individuell genutzt werden.


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Bedienung:

Bedient werden kann der RelaisChef über die Central Station, die Mobile Station 2, das CAN-StellPult oder alle anderen Bedieneinheiten, die Magentadressen steuern können.

Die Bedienung ist selbsterklärend und entspricht dem Vorgehen, wie bei allen bekannten Decodern des Typs k84. Durch Aufrufen der Adresse an einer Zentrale oder einer anderen Bedieneinheit schaltet der RelaisChef den angeschlossene Verbraucher.

Adressen:

Voreingestellt sind die vier Ausgänge des RelaisChefs automatisch auf die Adressen 1 bis 4 im Motorola-Adressraum.

Die fünfte Adresse ist für den Automatikbetrieb reserviert.

Um die Adresseinstellung zu ändern, muss der RelaisChef die neue Adresse "lernen", dazu muss lediglich der Taster auf der Platine bis zu fünf Mal betätigt werden. Die Anzahl der Betätigungen entspricht dem zu "lernenden" Ausgang. Drückt man 6x die Taste, ist man wieder im normalen Betriebsmodus.

Der komfortablere Weg ist die Nutzung des Servictools über eine CC-Schnitte, was hier am Ende beschrieben wird.

Macht der RelaisChef einmal überhaupt nicht mehr das, was man möchte, kann man alle bis dahin getätigten Einstellungen zurücksetzen, indem man die Programmiertaste fünf Sekunden lang gedrückt hält. Dadurch werden wieder die Grundeinstellungen geladen.


Beispiel zum Lernen einer Adresse:

Betätigt man nun zum Beispiel 2x die Taste des RelaisChefs, fängt die kleine Leuchtdiode am Ausgang 2 an, langsam zu blinken und das Relais klickt. Es kann aber schon mal einen Augenblick dauern, bis es das erste Mal blinkt, denn das Relais könnte auch schon in der Richtung stehen, in die der RelaisChef als erstes schaltet. Mit dem Schalten zeigt der RelaisChef an, dass er nun im CAN-Bus nach einem Schaltbefehl ausschau hält. Dieser Schaltbefehl kann dabei von jedem Bediengerät aus gesendet werden. Die so empfangene Adresse des Schaltbefehls wird dauerhaft für diesen Ausgang abgespeichert. Dabei speichert er nicht nur die Adresse, sondern auch das dazu vereinbarte Datenformat mit ab! Das bedeutet, dass es sogar an einem RelaisChef zwei Ausgänge geben kann, die auf die Adresse 1 hören, aber einmal auf die DCC-Adresse 1 und einmal auf die Motorola-Adresse 1. Natürlich gehen auch alle anderen Adresskombinationen an einem RelaisChef. Der Adressraum, den der RelaisChef "lernen" kann, umfasst 16 Bit, was 65536 Adressen entspricht...

Hat man vergessen, auf welche Adresse der RelaisChef eingestellt ist, kann man dies auch auslesen. Dazu muss man nur nacheinander alle vier Ausgänge einmal in den Lernmodus versetzen, denn es blinkt nicht nur die LED des RelaisChefs, er sendet auch die entsprechenden Stellungsmeldungen der Adresse auf den CAN-Bus. Das bedeutet, dass auch die Anzeige zu dieser Adresse in der Zentrale blinkt. Dazu gibt es aber das kleine Handikap, dass die Märklinzentralen bei der Anzeige nicht den Adressraum mit auswerten! Hier blinkt die Anzeige der Adresse, egal ob es eine DCC- oder eine Motorola-Information war. Das ist zwar schade, aber ich kann es leider nicht ändern. Alle CAN-digital-Bahn-Anzeigemodule kennen aber diesen Unterschied.

Der RelaisChef verfügt auch über eine Stellungsrückmeldung, aber diese Information wird nur als Antwort auf einen erkannten Schaltbefehl gesendet und dient lediglich der Steuerung, hat aber keine Aussage, ob die Schaltstellung auch wirklich erreicht wurde.

Serviceoberfläche:

hier hat man den gleichen Funktionsumfang, wie beim WeichenChef Magnet, alle Einstellungen werden dort ausführlich erklärt.


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Die Automatik-Funktionen:

Das Modul hat fünf statt der üblichen vier Magnetadressen. Dabei ist die fünfte Adresse dazu da, die Automatikfunktion an- bzw. abzuschalten. Ist die Adresse fünf auf rot, ist die Funktion nicht aktiv. Schaltet man die Adresse auf grün, werden auch Rückmeldungen ausgewertet, die eine Schaltänderung an den vier Ausgängen auslösen können.

Jedem Ausgang können zwei Rückmeldeadressen zugeordnet werden. Immer wenn diese von "frei" auf "besetzt" wechseln, schaltet der Ausgang einmal in die entsprechende Richtung.

Im Bild oben sind dem Ausgang 1 die zwei Rückmeldeadressen 1 und 2 zugeordnet. Das bedeutet, dass wenn die Automatikfunktion aktiviert (Adresse 5 grün) ist, schaltet der Ausgang 1 immer auf rot, wenn ein Ereignis am Gleismelder 1 von "frei" auf "belegt" auftritt. Fährt ein Zug über den Kontakt 2, schaltet der WeichenChef den Ausgang auf grün.

So kann man bereits einen einfachen Zugwechsel ohne Computer realisieren. Der einfahrende Zug schaltet hinter sich dabei immer die Weiche in die andere Richtung um und startet den Zug in dem Gleis und umgekehrt.


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Copyright 2010 by Sven "DJeaY" Schapmann